Nietzsche trifft Kinski – Textwerk des Wahnsinns

 

 

„Ich weiß nicht, wer ich bin und wer ich war. Ein Fremder für mich selbst und neu für mich, und alt wenn ich im Spiegel sehe“

Klaus Kinski

 

 

Zwei Persönlichkeiten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten? Das stimmt so nicht, denn eines verbindet Nietzsche und Kinski: Der Wahnsinn.

Was bei Friedrich Nietzsche spätestens durch seine Erkrankung pathologisch war, war bei Kinski angeboren und machte ihn zu „Deutschlands letzem Scheusal“ wie die Zeitung Welt einst formulierte. Oder kam es erst durch den Konsum diverser Rauschmittel?

Nietzsche war dabei nicht nur einer der bedeutendsten deutschen Philosophen, sondern er schrieb auch klassische Musik und Gedichte.

Auch Klaus Kinski frönte nicht nur der Schauspielerei und der Vertonung großer literarischer Meisterwerke, sondern schrieb selbst zum Teil lyrische Werke.

Beide haben in ihren Worten eine Deutlichkeit, die wahrhaft am Rande des Wahnsinns balanciert.

Autor und Rezitator M.Kruppe verbindet das Textwerk der beiden Scheusale und formt dabei ein Programm, das einzigartig sein dürfte. Dabei liest er nicht nur stur aus Büchern, sondern flüstert und schreit sich durch das Wortwerk und sorgt zwei Stunden lang für einen aufregend amüsanten, aber auch erschreckenden Abend.

 

„Glaubt mir, des Menschen wahrster Wahn wird ihm im Traume aufgetan: all‘ Dichtkunst und Poeterei ist nichts als Wahrtaum-Deuterei“

Friedrich Nietzsche