Unterwegs mit Lucien Streit

Der Pößnecker Fotograf Lucien Streit begleitete mich einige Tage bei verschiedenen Projekten. Dabei entstanden wunderbare Bilder, die ich euch nicht vorenthalten will: 

Mit M.Kruppe im Studio

Aufnahmen im kleinen Tonstudio des Freiraums in Pößneck. Hier sprach ich Texte meines geschätzten Kollegen Thomas Jungbluth ein. Wofür genau die Vertonungen sind, soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden. Seid Euch aber sicher, dass da ein wunderbares Projekt entsteht. 


Kleinstadt-Rundgang Pößneck


Autor und Werk


Dirty Old Man

am 10.03.2017 in Greiz

 


Dirty Old Man

am 15.4.2016 in Jena



Sex & Drugs & LiteraTour Abschnitt 1 2016

Kruppe und Schmidt sitzen ja nun schon beinahe zwei Jahre gemeinsam auf der Bühne und sind ein eingespieltes Team. Wie sich ein Dritter in das Programm einbinden lässt, darüber haben sich Beide nur wenig Gedanken gemacht, denn Michael Schweßinger passt unbestritten mit seinen Short-Storys, den humoresken Attaken, die ofthin ganz unterschwellig aus seinen Texten herausschnellen und dann aber auf die Lachmuskeln schlagen, zu dem "SDL" Duo. Dabei spielt die ruhige, ja beinahe stoische Art Schweßingers keine geringe Rolle. Still sitzt er auf der Bühne, verzieht selten eine Miene, liest ruhig, nuschelt manchmal gar, was keineswegs unverständlich oder unangenehm ist und kommt dann mit seinen gezielt gesetzten Pointen und/oder Anspielungen aus der Deckung. Ein Vergnügen für das Publikum, zwischen den meist gesellschaftskritischen Beschreibungen Schweßingers Umwelt und Wahrnehmung, zwischen dem Ernst des Lebens und der Gesellschaft, den Wortwitz so punktgenau zu setzen und fast schon unterschwellig seicht in die Zuhörerschaft zu legen.

So wandert man als LeserIn, oder eben ZuhörerIn zwischen den Welten. Nachdenkliches ergibt sich, Kritisches kommt an und der Humor dabei ist wie der Karren, der holprig über die wenig ausgetrampelten Pfade der "Underground-Literatur" gezogen wird und aus dem immer mal wieder eine Pointe fällt, wie zufällig. 

Fazit

Es war schnell klar, dass Michael Schweßinger das SDL Duo bereichert und mit seinen Texten, aber auch seinem Wesen eine sehr gute Ergänzung im Sinne des Titels ist. Nach der kleinen Tour lässt sich sagen: den Herren Schmidt und Kruppe hat es sehr gut gefallen. Michael Schweßinger wurde in dieser Woche zu einem Freund. Viele Gespräche, über vegane Ernährung, über Esoterik, nicht ganz ernst zu nehmende Diskussionen über einen möglichen "Cyber-Jihad", der zweifelsohne von einer Post-Hippi-Kommune ausgeht, über Literatur und Autoren, über das Leben selbst wurden geführt, es wurde viel getrunken, viel geraucht, wenig geschlafen und bereits über eine weitere, gemeinsame Tour nachgedacht.  

 

Und bevor wir zu den Bildern der Tour kommen, soll an dieser Stelle der Autor Michael Schweßinger, der zur Zeit noch in Bukarest lebt, kurz vorgestellt werden: 

 

"Geschichten brauchen Freiraum und gelebtes Leben, um erdacht zu werden. Und neue Geschichten brauchen manchmal eine Ortsveränderung, damit sie die Welt erobern können. Michael Schweßinger treibt es durch die Welt – u.a. Tansania, Irland, Rumänien – immer unterwegs, immer auf der Suche nach den dunklen, geheimnisvollen, zerrissenen Helden und ihren verborgenen Geschichten. Er begibt sich auf die Suche nach dem zutiefst Menschlichen, spürt seiner Zeit und ihren Geschehnissen nach, träumt und analysiert sich durch die Erdenzeitalter. Dabei läßt er sich von seiner Intuition leiten, lebt von seinem Handwerk – dem Backen, greift auf seine Studienerfahrungen in der Ethnologie und Afrikanistik zurück und beobachtet die Menschen rings um ihn herum.

 

Schweßinger, 1977 im fränkischen Waischenfeld geboren, lebt und arbeitet momentan in Bukarest. Für Lesungen kommt der Autor gerne nach Deutschland, insbesondere nach Leipzig, wo der Autor kein Unbekannter und schon seit vielen Jahren in der hiesigen Literatur- und Lesebühnenszene textend, lesend und bisweilen selbst Bücher verlegend, bekannt und geschätzt ist."

Quelle: http://michaelschwessinger.de 

1. Pößneck

Die kleine Tour startete im Pößnecker Freiraum. Vor etwa 20 ZuhörerInnen debutierte das Trio Schweßinger, Schmidt, Kruppe und konnte die erste Lesung der Reise einen Erfolg nennen.

Weitersroda

In der Nähe von Hildburghausen liegt Weitersroda. Dort hat der nicht unbekannte Liedermacher und Kabarettist Prinz Chaos II vor einigen Jahren ein altes Barockschloss gekauft und bezogen. 15 Menschen leben und Arbeiten hier, manchmal mehr, manchmal weniger. Eine intellektuelle Atmosphäre schlägt dem Besucher entgegen. Ob im Vorbeigehen an den riesigen Bücherwänden im ersten Stock, in der Küche, die Treffpunkt und Versammlungsort zu sein scheint, in der gekocht und diskutiert wird. Aber auch in der im Parterre liegenden Kulturkneipe Simplicissimus, wo die drei Autoren zwei Stunden lasen herrscht stets eine gewisse Inspiration, die wie die Geschichte des Schlosses in der Luft liegt. Danke Weitersroda für Zuhören und mit uns diskutieren. Es war lustig, ein bisschen anstrengend auch, aber schön.  

Suhl

Suhl ist ja so etwas wie unsere heimliche Lieblingsstadt. Das liegt nun nicht unbedingt an Suhl selbst, seiner geografischen Lage oder Thüringer Waldluft, sondern eher an den Leuten, die dort leben. Zumindest denen, die wir kennen lernen durften. Deshalb wird dieser Absatz hier etwas ausführlicher:

 

Suhl hat uns gestern wieder aufs Herrlichste aufgenommen.

Wenn du hungrig in deinem Lieblingsladen in Suhl anrufst, der eigentlich geschlossen ist (Ruhetag), nur so, weil die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, dann dort tatsächlich der Cheffe ran geht und sagt: "Bei uns bekommt IHR immer was zu Essen, kommt einfach vorbei." und dann binnen kurzer Zeit ein königliches Mahl zaubert, wo er doch eigentlich frei hat, dann ist allein DAS schon eine Perle... 

DANKE Nicolas Castillo vom Restaurant "Die letzte Instanz"(Leute, selbst wenn ihr nur in der Nähe von Suhl seid: geht dort essen, es gibt keinen besseren Laden!)

Wenn dann auch noch in der Kulturbaustelle alles glatt läuft, der Empfang herzlich und das Publikum gut drauf ist, man anschließend nicht ins Pub kommt, wo das Auto steht, dafür aber in einer anderen Location der Barmann der Jaccer' s Bar seinen wohl verdienten Feierabend um Stunden verschiebt, weil Autoren ein durchaus durstiges Völkchen sind, und die Absteige keine Absteige, sondern ein angenehmes Hostel ist, dann kann man sagen: Suhl: Wir lieben dich!

 

Jena

Der Kulturbahnhof in Jena bietet gar einiges. Einen Freiraum, Proberäume, einen Konzertsaal und das Jazz-Café. Dort soll's zum Donnerstag immer Heuschrecken geben. Sagt man. Serviert mit Schokolade und/oder Kakao. Für uns gabs Bier, Wodka und ein herrliches Publikum. Gute Betreuung von Seiten des Veranstalters. Es war ein feiner Tourabschluss... 



Berlin-Mini-Tour zum 1. Geburtstag des Sex & Drugs & Literature Programms


SDL Sommertour 2015


Lesungen SDL im Frühjar 2015 in Berlin


Lesung zur Sommerwerkstatt des PAF e.V. Pößneck - feat. Lunatic Man Dream