"Ein wichtiger Beobachter unserer Zeit"

Von Benjamin am 24. November 2017

 

Wer ist eigentlich M.Kruppe? Das werden wohl die Wenigsten wissen. Und für die Meisten wird dies wohl der Grund sein, lieber die Finger von diesem Buch zu lassen. M.Kruppe – noch nie gehört. Kann ja jetzt nicht so gut sein. Doch, ist es! Es ist sogar sehr gut.

 

„Von Sein und Zeit“ hat nichts mit dem Werk Heideggers zu tun, erinnert eher an Miller, ist philosophisch, mystisch, poetisch & belletristisch zugleich. Kruppe taucht ein in die heutige Zeit, in das heutige Sein und wühlt sich voller Inbrunst durch die eher unangenehmen anmutenden Lebensbereiche, durch die schmutzigen Ecken der Kleinstadt, durch exzessive Sommernächte, durch seinen eigenen Selbstbetrug und er entdeckt zwischen den Gitterstäben der modernen Gesellschaft, unserer lähmenden Existenz immer wieder eine Lücke, durch die er seine Leser entschwinden lässt, um ihnen die Schönheit preiszugeben, die er wie kein anderer für den Moment zu begreifen vermag.

 

Die Natur wird mit jeder seiner Zeile lebendiger, jedes Wort lässt lebhaft die kindlichen Abenteuer vor dem inneren Auge des Lesers erwachen und wo man sich eben noch verträumt dem Hier und Jetzt schenkte, verliert sich die Zeit im nächsten Kapitel schon im narkotisierenden Trott des alltäglichen Unbewusstseins.

 

M.Kruppe mag ein Unbekannter sein. Aber still ist er nicht – manchmal vielleicht im Lauten still. Mit seinen Werken gehört er zu den wichtigsten Beobachtern unserer Zeit, über die wir uns nicht erst Morgen oder Übermorgen Gedanken machen sollten.


"Zwischen Flug und Vollverweigerung"

Von Tristan Rosenkranz am 22. Dezember 2016

 

Ich kann das Buch nur empfehlen. Es stellt in Frage, ringt mit der Frage nach dem Sinn, stößt die etablierte, oftmals graue Welt von sich und switcht zwischen leichter Lyrik und philosophischer Prosa. Wenn man sich auf die Texte einlässt, wird man nicht nur unweigerlich mit unzähligen Sinnfragen konfrontiert, sondern auch davongetragen und mitgenommen mit dem Autoren, raus aus dem Alltag.

 

Stefan Jüttners surreal verstiegene und zeitverlorene Bildwelten hätten ihn nicht besser illustrieren können, diesen kleinen Leseschatz...